• Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Lenz-Süd

Vorschaubild Lenz-Süd

Herzlich willkommen in Lenz-Süd

In Lenz-Süd haben wir viel zu bieten. Der Ortsteil liegt mit seinen rund 40 Einwohnern im Norden der Gemeinde Fünfseen, direkt am Ostufer des Plauer Sees und des Südufers des Lenzer Kanals, der den Petersdorfer See mit dem Plauer See verbindet.


Unmittelbar nach dem Überqueren des Lenzer Kanals auf der 1997 errichteten neuen blauen Brücke von Lenz nach Lenz-Süd erstreckt sich zur rechen Seite die große Liegewiese mit dem herrlichen Badestrand am Plauer See. Das Wasser ist zunächst flach, so dass kleine Kinder, aber auch Erwachsene Spaß bei Sport und Spiel haben. Bei Groß und Klein ist das „stand up paddeln“ sehr beliebt. Hier am Strand können sich die Urlauber gut erholen und für immer mehr Radwanderer ist er ein willkommener Platz, um eine Pause einzulegen.

Bücherhäuschen

Auf der Wiese gibt es einen Ballspielplatz, einen Holzpavillon und neu, auch ein Bücherhäuschen. Dort kann man Bücher entnehmen, einstellen und vor allem lesen. Und für die Hundebesitzer gibt es einen gesonderten Strandabschnitt. Auf der Mole kann man aus nächster Nähe die unterschiedlichsten Boote und Dampfer beobachten. 

Aber auch viele Wasservögel – ob Blässhühner, Enten, Gänse oder Schwäne - fühlen sich dort heimisch.


Das Bistro am Lenzer Strand lädt zu einem Eis ein und auf der anderen Seite des Lenzer Kanals befindet sich die bekannte Traditionsgaststätte „Lenzer Krug“, in der man im Sommer auf der Terrasse beim Essen den Booten zuschauen kann, die den Kanal passieren. Die unmittelbar danebenliegende Dampferanlegestelle ermöglicht Fahrten nach Plau oder über Malchow bis nach Waren.

Sonnenuntergang Plauer See

 

Lenzer Hafen

Auf derselben Kanalseite gibt es herrliche Rad- und Fußwanderwege am Petersdorfer See entlang bis nach Malchow und in der entgegengesetzten Richtung zum Natur-Caravanplatz der Stadt Malchow. Die Wege führen durch Buchen- und Mischwälder, in denen auch Pilzsammler fündig werden können.

 

Von Lenz-Süd führt der Wanderweg am Ufer des Plauer Sees zur Lenzer Höhe. Dort wird der Wanderer begrüßt mit dem Spruch: „Wer nie hier von Lenzes Höh`n in Gottes schöne Welt geseh’n, ja den beneid ich wahrlich nicht, er ist und bleibt ein armer Wicht“.


Danach geht der naturbelassene Weg entweder abenteuerlich in Ufernähe oder harmloser am Waldrand in Richtung Zislow weiter. Ein Geheimtipp: etwa auf halber Strecke kann man links abbiegen und zum romantischen Großen Pätschsee wandern oder radeln.


Jede Jahreszeit hat ihre Reize. Da gibt es die herrlich anzuschauenden reifbedeckten Birken oder die vom Sturm aufgepeitschten Wellen. Im Winter friert der flache Uferbereich schnell zu, so dass die Schlittschuhläufer auf ihre Kosten kommen.

 

Der Name Lenz ist slawischen Ursprungs und die verschiedenen Bezeichnungen wie Lentzik, Liniz oder Lenzke könnten so viel wie Lehm oder Ton bedeuten. Vor dem Kanalbau  (1831) mündete die Elde am Lenz mit einem Delta in den Plauer See. Auf der Insel in diesem Delta könnten sich sehr gute Tonvorkommen befunden haben. In der näheren Umgebung wurden im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach Ziegeleien betrieben.

Winter

 

Der Lenz wurde urkundlich erstmals 1387 erwähnt. 1448/49 ließ Herzog Heinrich IV. von Mecklenburg am strategisch wichtigen Lenz eine Burg errichten, die die andauernden Einfälle des märkischen Landadels abwehren sollte. Kommandant dieser Burg und der gegenüber am Westufer des Plauer Sees liegenden Burg Plau (Quetzin) war Lüdeke Hahn auf Basedow, der aber diese Position bald wieder aufgab und sich auf seine Besitzungen in Basedow zurückzog. Die Burg erfüllte ihren Zweck bis nach dem Dreißigjährigen Krieg und verfiel dann langsam. Bis zum Kanalbau stand links vom südlichen Eldearm noch ein Torhaus und weitere Reste der ehemaligen Burg waren noch sichtbar. Der Kanalbau ging direkt durch die Burganlage und durchschnitt den Burghof. Heute sind nur noch Andeutungen der Wälle, die die Burg umgaben zu erahnen. 1837 war das Ziel der Schiffbarmachung der Elde bis zur Elbe erreicht.

 

Vorher in adligem Besitz erscheint 1829 als Besitzer ein Herr A. Goldberg, der in den nachfolgenden Jahren wahrscheinlich die Ländereien am Lenz an die Großherzogliche Kammer in Schwerin verkauft hat. 1883 ist als Erbpächter (86 ha) am Lenz Ernst Albert Christoph Hartwig aus Krakow belegt. In dieser Zeit entsteht das Pächterhaus am Lenz, das sich heute, dank einer engagierten privaten Initiative, sehr schön restauriert präsentiert und dem Originalzustand sehr nahekommt. 1920 wird ein Erbpachthof (53 ha) geschaffen, der von der Mecklenburgischen Ansiedlungsgesellschaft im Auftrag des Finanzministeriums verwaltet und verpachtet wird. In der Folge siedelten sich auf den ehemals zum Hof gehörenden Flächen Häußler und Büdner an, so dass die Ländereien jetzt kleinteiliger bewirtschaftet wurden. Es ist belegt, dass der Erbpachthof 1936 nur noch 39 ha umfasste und damit 1945 nicht unter die Enteignungen im Zuge der Bodenreform fiel. Er wurde von seinem letzten Besitzer, Herrn von Kalkstein, 1950 an Frau Bartz vererbt und in deren Familie weiter aufgeteilt.


Durch die landschaftlich exponierte Lage des Lenzes und den dazugehörigen Strand am Plauer See kam bereits früh touristisches Interesse an diesem Fleck auf. In den 1920ern des 20. Jh. kamen vorrangig Berliner Urlauber. Sie kamen bei den einheimischen Bauern unter, aber erbauten sich auch Zweitwohnsitze am Lenz. Diese Tendenz wurde in der DDR aufgenommen und mehrere Großbetriebe errichteten in der Gegend (auch auf der Nordseite) Ferienlager, die vorrangig während der Sommerferien in mehreren Durchgängen von den Kindern genutzt wurden. Nach 1990 wandelten sich diese Ferienlager zum Teil in dauerhaft betriebene Ferienunterkünfte wie zum Beispiel „Ferienpark Lenzer Höh“ (ehemals LEW Hennigsdorf) und das „Boutique Hotel Lenz“ (ehemals SKET Magdeburg).

 

40

Einwohner (Stand 31.12.2023)

 

948 ha

Fläche (einschl. Adamshoffnung und Petersdorf)