• Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Petersdorf

Vorschaubild Petersdorf

Herzlich willkommen in Petersdorf

In Petersdorf haben wir viel zu bieten. Der Ortsteil liegt mit seinen rund 102 Einwohnern im Norden der Gemeinde Fünfseen. Von hier gelangt man durch die Autobahnnähe schnell nach Berlin und Rostock. Trotzdem liegen wir mitten in der Natur, rund herum sind wir mit Wasser gesegnet. Vor unserer Haustür liegt der Petersdorfer See und ein Katzensprung entfernt der Plauer See.  Wir sind stolz auf unsere Schiffsanlegestelle, die mindestens seit 1903 besteht und seit kurzem wieder von den Schifffahrtslinien angesteuert werden kann (Achtung - Reederei anrufen, da es sich um eine Bedarfshaltestelle handelt!). Somit können Sie auch von hier aus nach Malchow oder Plau am See mit dem Schiff fahren.  Entlang des Petersdorfer Sees gibt es einen sehr schönen Wanderweg, der bis zum Lenzer Strand führt und in die andere Richtung bis nach Malchow, dabei kommen Sie auch an unserer Badestelle am Petersdorfer See vorbei. 


Foto vom Skulpturenpark

Nicht versäumen dürfen Sie einen Besuch des einzigartigen Skulpturenparks, erschaffen von Herrn Dr. Prandke mit Kunstwerken, die seine persönlichen Erfahrungen im Leben widerspiegeln.

 

 

 

Petersdorf wurde 1375 urkundlich erwähnt als „villa Peterstorp“. Die entsprechende Urkunde wurde erst 2003 dem Ort zugeordnet. Petersdorf entwickelte sich nicht zu einem typischen Gutsdorf, obwohl es in adligem Besitz war und lange Zeit zu den ausgedehnten Besitzungen der Familie v. Flotow (Hauptsitz Stuer/Kogel) in dieser Gegend gehörte. Ende des 18. Jh. Wurde es als „Alt Petersdorf“ bezeichnet, um es von dem um 1790 gegründeten Adamshoffnung (s. dort), das auch als „Neu Petersdorf“ bezeichnet wurde, abzugrenzen. Diese Bezeichnung wurde noch bis zum Ende des 19. Jh. verwendet. 1833 verkauften die v. Flotow ihren Besitz in der Gegend an das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Das großherzogliche Amt für Domänen und Forsten teilte in den folgenden Jahren bis ca. 1900 das Land an mehrere Büdnereien (ca. 10 ha Land) und Häuslereien (geringer Landbesitz) auf. 

 

Seit 1853 fand in Petersdorf Schulunterricht auch für die Kinder aus den Nachbarorten Adamshoffnung, Lenz und Biestorf statt. Später wurde ein Schulgebäude eingerichtet. Bis 1920 lenkte jeweils der Pfarrer vom Kloster Malchow die Lehrer in der Schule als „Präpositor“. Petersdorf hatte nie eine eigene Kirche und die Gemeinde war traditionell zum Kloster Malchow „eingepfarrt“. Die Schule bestand bis1969. Dann wurden Schulgebäude und Grundstück zur Nutzung als Ferienlager verkauft. Dazu hatte es bereits seit den 50er Jahren jeweils in den Sommerferien gedient. 

 

Bestand bis 1934 die Gemeinde Petersdorf mit den Ortsteilen Adamshoffnung, Lenz und Biestorf wechselte diese Zuordnung und ab 1935 bis 2004 hieß die Gemeinde Adamshoffnung. Im Zuge der Erstellung der Munitionsfabrik in Malchow wurden Teile der Gemeinde (Lenz-Nord und Biestorf) zur Vereinfachung der Administration Malchow zugeschlagen und dort auch eingepfarrt.  

 

Im Gegensatz zu den stark landwirtschaftlich geprägten Gutsdörfern Adamshoffnung und Lenz entwickelten sich in Petersdorf andere Gewerbe und Unternehmungen. Holzwirtschaft und Flößerei, eine Ziegelei (später Schäferei), kleine Handwerksbetriebe (Stellmacher, Schuster) prägten den Ort. In den 1920er Jahren begann sich auch in Petersdorf der Tourismus zu entwickeln: Unterkünfte für Urlauber (vorrangig aus Berlin) wurden in den Häusern geschaffen, eine Gastwirtschaft mit kleinem Pensionsbetrieb gab es bereits damals. Der Apotheker Otto Pfeiffer begann ebenfalls in den 20er Jahren eine Produktion von Salben und Pudern, die durch ihn und seine Nachfolger bis in die 40er Jahre deutschlandweit vertrieben wurden. 

 

In den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg wurden auch hier die kleinen Bauern und Neubauern der Bodenreform schrittweise zu „Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG)“ zusammengeschlossen. Um rentable Größen zu erreichen, vereinigte man die einzelnen Genossenschaften in den 1970er Jahren bis zur Stadt Malchow reichend zu „Kooperativen Abteilungen für Pflanzen- und Tierproduktion“.

 

Mit dem Bau der Autobahn Berlin nach Rostock entstand 1978 in Petersdorf eine Autobahnmeisterei als größter Arbeitgeber.

 

Foto von der Anlegestelle

Hier können Sie öfters auch Angler antreffen, die auf einen guten Fang hoffen. 

 

Zwischen den Jahren 1990 und 2000 entstanden auch in Petersdorf viele neue Eigenheimbauten und neue Kleinunternehmen: Autoteilehandel, Fitnessstudio, Unternehmensberatung, Dachdeckereibetrieb, Pension und Hotels mit Restaurants. Nennenswert ist die Firma für Wassermesstechnik (ISW-In situ Wassermesstechnik), die von Dr. Hartmut Prandke 1998 aufgebaut und bis 2019 geführt wurde. Er lieferte weltweit Forschungssonden zum Messen der Mikrostruktur von ozeanischen Strömungen, wobei er selbst auch auf zahlreichen Expeditionen von Forschungsschiffen verschiedener Staaten mit dieser Messtechnik Untersuchungen u. a. zu klimarelevanten. Als Ruheständler gestaltet er seit 2019 einen „Skulpturenpark“ in Petersdorf, der öffentlich zugänglich ist, wie schon eingangs erwähnt.

 

 

 

102

Einwohner (Stand 31.12.2023)

948 ha

Fläche (einschl. Adamshoffnung und Lenz-Süd)