Satow Hütte
Herzlich willkommen in Satow Hütte
Satow Hütte, eine kleine idyllische Siedlung im Herzen des Waldes, bietet vielfältige Möglichkeiten, die Natur zu erkunden. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder hoch zu Ross, die Wege führen in alle Himmelsrichtungen. An der Kreuzung nach Grüssow und Kogel findet man ein Damwildgehege, wo man die Gelegenheit hat, die friedlichen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass auch ein Rudel Damwild, außerhalb des Geheges, neugierig näherkommt, ohne sich vom menschlichen Besucher stören zu lassen.
Die Region ist auch ein Ort historischer Bedeutung; am Ziegenberg kann man mehr über den Tornado "Doris" erfahren, der 2010 wütete, und die anschließenden Aufforstungsmaßnahmen im Jahr 2011. Für diejenigen, die sich für die lokale Flora und Fauna interessieren, bietet der Naturlehrpfad am Ziegenberg eine lehrreiche Route, um die Vielfalt des Ökosystems zu entdecken und zu verstehen.
Dieser Pfad ist eine Hommage an die Resilienz der Natur und ihre Fähigkeit, sich von den Kräften eines Tornados zu erholen und zu regenerieren.
Der heutige Ortsteil Satow-Hütte entstand 1813. Nachdem andere Hüttenorte wie Walow-Woldzegarten nach der Ausbeutung der Holzvorräte aufgegeben wurden, hat Georg Friedrich von Flotow das Holz, das seit dem Dreißigjährigen Krieg „in Rusch und Busch“ entstanden war, an den Hüttenmeister von Seitz vergeben. Ein Absatz der umfangreichen Holzbestände war für den Gutsherrn in unserem bevölkerungsarmen Landstrich nicht möglich. Außerdem hatten sich die von Flotows verschuldet. Da erschienen die Glashüttenmeister als Retter in der Not.
Eine Glashütte entwickelte sich zu einer selbständigen Ortschaft, „welche der bisherigen Gutsherrlichkeit zwar unterworfen ist, aber in Bezug auf zivilrechtliche Verpflichtungen der Hüttenleute eine ziemlich selbständige Stellung einnimmt“.
Quelle Glashütten in MV”.
Nach abgelaufenem Kontrakt empfängt der Gutsherr die entwaldete Fläche in einem kulturfähigen Zustand zurück. Die Hüttenbelegschaft, einschließlich der Familienangehörigen, umfasste bei 15 bis 20 Haushaltungen ca. 80 – 100 Personen. Um 1900 sind noch 78 Personen ansässig. Die anfänglich errichteten Holz- und Lehmbauten wurden Mitte des 19. Jhd. durch Ziegelbauten ersetzt. Der Hüttenmeister hielt Kühe und andere Tiere auf den gerodeten Flächen.
1821/22 kommt es auf der Satower Hütte zum kollektiven Widerstand der Hüttenarbeiter wegen ausbleibender Lohnzahlungen. Unterlagen von Grafen von Oeyenhausen (1905) belegen, dass die Hütte in Satow „seit Anfang der zwanziger Jahre ruht bis 1831“. Der Zusammenhang mit dem „ersten Streik“ in unserem Territorium ist zu vermuten. Die Hütte nimmt 1831 die Arbeit wieder auf bis 1848. Es wird berichtet, dass auf Grund der harzreichen Wurzeln der gefällten Kiefern ein Teerofen errichtet wurde und ab 1857 in Betrieb war. Der Teerschweler Theodor Stahl verstarb 1889. Wann der Teerofen seine Arbeit beendet hat, konnte nicht genau ermittelt werden. In den Mecklenburgischen Staatskalendern erscheint er im 19. Jahrhundert nicht mehr, in den Meßtischblättern um 1882 ist er aber noch eingezeichnet. Satow-Hütte hat sich seitdem zur Waldarbeitersiedlung entwickelt.
Von Satow Hütte in die Welt
Ein Zeitzeuge berichtet: „Mein Großvater Gustav Stahl verbrachte seine Kindheit in der Waldarbeitersiedlung Satow Hütte und arbeitete bis zum Rentenalter bei der Forst. Sein Vater Theodor Stahl wiederum betrieb den Teerofen in Satow Hütte als Teerschweler.
Durch die Verschwelung von Baumstümpfen gewannen die Arbeiter Holzteer, dieser wurde mit dem Pferdegespann nach Güstrow gefahren und von dort mit der Eisenbahn nach Rostock transportiert.
Er wurde auf den Werften zum Kalfatern und Pechen der Schiffsrümpfe verwendet. Somit kam das Produkt aus Satow-Hütte in der ganzen Welt herum!
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Einwohner (Stand 31.12.2023)
768,31 ha
Fläche


