Adamshoffnung
Herzlich willkommen in Adamshoffnung
Adamshoffnung ist ein malerischer Ortsteil der Gemeinde Fünfseen. Der Ortsteil liegt mit seinen rund 65 Einwohnern im Norden der Gemeinde, ca. 2 km südlich vom Ufer des Petersdorfer Sees. Die sieben Fischteiche, die in der jetzigen Form von Otto Hermann im Jahr 1925 angelegt wurden, sind heute ein Zentrum der Entspannung und der Naturbeobachtung. Besucher können die sorgfältig gepflegten Gewässer entlangwandern, die Stille genießen und dabei die malerischen Wolkenformationen am Himmel bewundern. Die Teiche, die von einem engagierten Verein erhalten werden, bieten nicht nur einen friedlichen Rückzugsort, sondern auch einen Einblick in die Bedeutung der Naturpflege.
Adamshoffnung wurde 1757 erstmalig urkundlich erwähnt. Es war eines der Güter von Adam Ernst von Flotow. Wahrscheinlich nannte man den Ort damals noch Adamshof. Zwischen 1790 und 1795 legte Adam Philip von Flotow dann einen Wirtschaftshof an, wodurch der Ort zu einem typischen Gutsdorf wurde.
Auf der Wiebekingschen Karte (ca. 1786) ist der Ort als „Neu Peterdorf oder Adamshoffnung“ bezeichnet. Zur Abgrenzung zum bereits lange bestehenden Petersdorf (s. dort) wurde der Name Neu Petersdorf auf Urkunden noch bis zum Ende des 19. Jh. verwendet. Auf der genannten Karte ist 1,5 km südlich von Adamshoffnung die Vorgängersiedlung „Der Klipperhof“ eingezeichnet, die bereits 1351 urkundlich erwähnt wurde und sich in adligem Besitz bzw. im Besitz des Klosters Malchow befand. Noch vor dem Dreißigjährigen Krieg ist dieser Ort wüst gefallen. Die Bodenqualität ist in dieser Gegend niedrig und so war es immer schwierig, ausschließlich mit landwirtschaftlichem Betrieb erfolgreich zu wirtschaften. Deshalb gab es immer wieder die Hoffnung, zusätzliche Einnahmen durch weitere Unternehmungen zu erzielen: Zum Beispiel wurde eine Ziegelei aufgebaut, Holzwirtschaft betrieben und Kiesabbau vorgenommen. Dennoch ist Adamshoffnung seit seiner Gründung bis heute vorwiegend landwirtschaftlich geprägt.
1833 verkaufte der Enkel des Gründers, Friedrich von Flotow, das Gut an die Großherzogliche Kammer in Schwerin. 1920 verwaltete das Finanzministerium, Abteilung Domänen und Forsten das Land (312 ha) und verpachtete es in Erbpacht. Mehrere Besitzer versuchten sich mit dem Gutsbetrieb, hielten es aber jeweils nur kurzzeitig, bis 1917 der Kaufmann Otto Heinemann aus Pritzwalk das Gut kaufte und weiterverpachtete – zuletzt an seinen Sohn Hans-Georg. 1945 wurde die Gutsfamilie Heinemann enteignet und das Land aufgeteilt und im Zuge der Bodenreform im September 1945 an Neubauern vergeben. In den Jahrzehnten danach wurden auch hier die kleinen Bauern und Neubauern der Bodenreform schrittweise zu „Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG)“ zusammengeschlossen. Um rentable Größen zu erreichen, vereinigte man die einzelnen Genossenschaften in den 1970er Jahren bis zur Stadt Malchow reichend zu „Kooperativen Abteilungen für Pflanzen- und Tierproduktion“.
Adamshoffnung gehörte zusammen mit Lenz und Biestorf bis 1934 zur Gemeinde Petersdorf. 1935 wechselte diese Zuordnung und bis 2004 hieß die Gemeinde Adamshoffnung. 2005 ging sie in der Großgemeinde Fünfseen auf.
Bereits auf der oben genannten Karte von 1786 sind in Adamshoffnung die künstlich angelegten Teiche entlang des Bachlaufs, der in den Petersdorfer See mündet, eingezeichnet.
Das Gutshaus stammt in seinen ältesten Teilen aus der Zeit um 1750, wurde aber um 1840 beträchtlich erweitert und die oberirdischen älteren Teile dabei überbaut. Auch in nachfolgenden Zeiten wurde kleinere Anbauten und weitere Eingänge hinzugefügt.
Die Rolle der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Fünfseen
Sie hat eine lange Tradition und kann auf viele Jahre erfolgreicher Arbeit zurückschauen. In Adamshoffnung wurde 1948 und in Rogeez 1936 die freiwillige Feuerwehr gegründet. Durch die Gemeindefusion im Jahr 2005 wachsen die ehemals eigenständigen Feuerwehren zusammen und sind für die 10 Ortsteile der Gemeinde zuständig. Sie werden aber auch überörtlich zum Einsatz alarmiert. Beide können auf sehr engagierte Mitglieder zurückblicken, die sich stark für die Einsätze, für die Ausbildung und auch, ganz wichtig, für die Ausstattung ihrer Gerätehäuser und Feuerwehrautos mit viel Herzblut einsetzen. Die Wehr hat heute neben der Männermannschaft auch eine aktive Frauengruppe sowie eine Jugendfeuerwehr und eine Ehrenabteilung. Sie spielen eine wichtige Rolle für den Schutz der Bevölkerung, aber auch als Kulturträger durch Veranstaltungen.
In Deutschland werden drei von vier Einsätzen von freiwilligen Feuerwehren gefahren, von Frauen und Männern wie jenen der Feuerwehren in Adamshoffnung und Rogeez.
Die Anzahl der Einsätze ist steigend, da neben der Brandbekämpfung schwerpunktmäßig die Technische Hilfeleistung bei Bergung und Rettung von Menschen notwendig ist.
65
Einwohner (Stand 31.12.2023)
947,51 ha
Fläche (einschl. Petersdorf)

