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Satow

Vorschaubild Satow

Herzlich willkommen in Satow

 

Satow und die Familie von Flotow haben eine reiche Geschichte, die tief in der mecklenburgischen Vergangenheit verwurzelt ist. Die Familie von Flotow, ein mecklenburgisches Uradelsgeschlecht, erscheint erstmals urkundlich im Jahr 1241 und hat über die Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Rolle in der Region gespielt. Die Güter der Familie, darunter auch Satow, waren wirtschaftliche Zentren, die durch Landwirtschaft, Handwerk und Brennereien geprägt waren. Die Brennerei in Satow, in der aus Kartoffeln Schnaps hergestellt wurde, war einst eine wichtige Einnahmequelle. Auch das „Bildungswesen“ hatte schon früh hier seinen Platz, mit einer Schule, die bis etwa 1950 bestand. Das Forsthaus mit seiner Samengewinnung und dem Pflanzgarten unterstreicht die Bedeutung der Forstwirtschaft für das Gut. Obwohl die imposanten Gebäude, die einst den Gutshof prägten, heute nicht mehr stehen, lebt die Geschichte von Satow und der Familie von Flotow in den Erzählungen und der Kultur der Region weiter.

 

historische Karte Messtischblatt von 1888

Klassenfoto

 

Die Erwähnung des Pfarrers Johannes von Satowe in einer kirchlichen Urkunde von 1284 verweist darauf, dass hier schon eine Kirche und Pfarre zu dieser Zeit bestanden hat. Es wird davon ausgegangen, dass Satow um 1235 entstanden ist.

 

Seit der Germanisierung und Christianisierung der Mecklenburgischen Seenplatte, die ursprünglich von Westslawen (Wenden) besiedelt war, ist die Geschichte des Kirchspiels von Satow eng mit der Geschichte der Familie von Flotows verbunden.

 

Im Jahre 1211 erlischt das Geschlecht Vlotowe bei Minden in Westfalen. 1228 erscheint der Name zuerst in Mecklenburg. Im Laufe der Zeit vermehrt die Familie ihre Güter und für lange Zeit nehmen sie im Südosten Mecklenburg fast eine fürstliche Machtstellung ein. Nach dem 30jährigen Krieg waren die v. Flotows aber so geschwächt, dass sie ein Recht und einen Besitz nach dem anderen wieder aus der „Hand“ geben“ mussten – so die Kirchenchronik von Satow.

 

Das Land und seine Menschen haben in diesem schrecklichen Krieg sehr schwer gelitten. 1668 sind in Satow von 6 Hofstellen nur noch eine einzige bewohnt! Aus der Kirchenchronik von damals bei einer Feststellung (Taxation): „der Acker ist mit Tannen und dergleichen sehr zugewachsen, auch sonsten wegen des vielen Sandes untüchtig geworden“.

Kirche

 

Die Landwirtschaft lag so gut wie brach. Doch es geht wieder aufwärts, auch für Satow. Die Kirche, im Krieg zerstört, wird im Jahr 1705 auf den alten Grundmauern wieder aufgebaut. Sie ist wichtig für die Bürger in Satow und Kogel, denn beide Orte sind seit dem Mittelalter eng verflochten. Denn noch vor 1626 war in Kogel einer der Hauptsitze der Familie v. Flotow gegründet worden. Die Kinder der Familie und den Angestellten und Bauern gingen aber in Satow zur Schule und zur Kirche (wie auch die Bürger aus Rogeez). Satow hatte bis zum Ende des 2. Weltkrieg in landwirtschaftlicher Hinsicht eine größere Bedeutung als Kogel, siehe dazu auch nebenstehende Karte.

 

Wissenswertes über Satow
In Satow gab es eine Gärtnerei, die 1960 in einer zwangsweisen Kollektivierung in der LPG Satow weiterentwickelt und um eine Gemüseproduktion Satow/Kogel (bis 1999) erweitert wurde. Seit dem Mittelalter ist hier auch ein Forstamt angesiedelt.


Musik war in Satow in der Vergangenheit immer allgegenwärtig! Es gab verschiedene Formationen von Dorfkapellen, die über 100 Jahre erfolgreich existierten (Darunter waren zwei Berufsmusiker, die auf der Militärmusikschule in Malchow ausgebildet wurden) und auf den Dörfern Musik machten: Marschmusik bei Umzügen und Tanzmusik zum Erntefest und auf Hochzeiten.

 

Satow hat einen kleinen, aber feinen „Hofsee“ mit einer kleinen Badestelle, mehr dazu erfahren Sie unter der Rubrik Badestellen.

 

147

Einwohner (Stand 31.12.2023)

932,44 ha

Fläche