Grüssow
Herzlich willkommen in Grüssow – der Birnbaumort
Man könnte meinen, Grüssow ist ein verwunschener Ort in seinem Dornröschenschlaf. Hier herrschen eine angenehme Stille und Ruhe. Hase, Fuchs, und Rehe kommen auch gerne mal vorbei.
Wir sind ein Ortsteil mit viel Geschichte, welcher in einer schönen und reizvollen Landschaft liegt. Doch auch in der Gegenwart gibt es heute noch viel zu entdecken. Am Ortseingang befindet sich das bauliche und kulturelle Wahrzeichen von Grüssow, die Feldsteinkirche (weitere Informationen zu unserer Kirche finden Sie unter der Rubrik „Sehenswürdigkeiten“ auf unserer Homepage). Gegenüber befindet sich das idyllisch gelegene ehemalige Pfarrhaus, welches 1838 neu errichtet wurde und das sich heute im Privatbesitz befindet. Hier wurde Albert Kollmann 1837 geboren, in Kunstkreisen bekannt als Protegé, unter anderem auch für Edvard Munch, ein bekannter Maler aus Norwegen.

Auch die Lindenallee, früher Kutscherallee genannt, hat ihre Geschichte. Sie verbindet das Gutshaus Grüssow mit dem Schloss in Walow. Beides gehörte dem Geschlecht derer von Flotow. Auf diesem Weg gab es unterschiedliche amouröse Verbindungen der Familie von Flotow oder deren Bediensteten.
Und nicht zu vergessen das Gutshaus von Grüssow, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Es bietet heute noch den Rahmen für Veranstaltungen, wie Hochzeiten, Jubiläen oder einem Picknick für die Einwohner in Fünfseen.
Erstmals urkundlich erwähnt, verleiht der Bischof Rudolf von Schwerin im März 1255 der Kapelle in Grüssow bei der Weihe einen Ablass und 2 Hufen, eine davon in Kogel und die andere in Grüssow, das ist die urkundliche Geburt.
Der Ortsname ist altslawischen Ursprungs und leitet sich von „Grusa“, der Birnbaum Ort ab.
Auch die Lindenallee, früher Kutscherallee genannt, hat ihre Geschichte. Sie verbindet das Gutshaus Grüssow mit dem Schloss in Walow. Beides gehörte dem Geschlecht derer von Flotow. Auf diesem Weg gab es unterschiedliche amouröse Verbindungen der Familie von Flotow oder deren Bediensteten. Und nicht zu vergessen das Gutshaus von Grüssow, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Es bietet heute noch den Rahmen für Veranstaltungen, wie Hochzeiten, Jubiläen oder einem Picknick für die Einwohner in Fünfseen.
Erstmals urkundlich erwähnt, verleiht der Bischof Rudolf von Schwerin im März 1255 der Kapelle in Grüssow bei der Weihe einen Ablass und 2 Hufen, eine davon in Kogel und die andere in Grüssow, das ist die urkundliche Geburt. Der Ortsname ist altslawischen Ursprungs und leitet sich von „Grusa“, der Birnbaum Ort ab.
In Grüssow gab es eine Walkmühle. Schon im 14. Jahrhundert hatte sich hier eine Tuchmacherei herausgebildet, die in der nächstgelegenen Stadt Malchow ein führender Wirtschaftszweig war.
„Die Grüssower Mühle spielt in den Urkunden eine große Rolle. Wir können uns kaum vorstellen, dass der heutige kleine Bach von der Satower Hütte her damals drei Mühlen betrieben hat: die Bruchmühle, in Grüssow zwei Mühlen und vor Kloster Malchow. „(Probst Martin Hübner im März 1955 zur 700 Jahr-Feier der Grüssower Kirche)
Auf der Karte von 1888 auch gut zu erkennen ist die Anordnung des Gutes in einer Hufeisenform. Von den imposanten Gebäuden ist heute nur noch das Gutshaus und der ehemalige Stall auf der rechten Seite vom Gutshaus erhalten.
1294 schenkt Ritter Johann von Grüssow seine Einkünfte dem Pfarrer Heinrich für die Kirche. 1377 und 1385 erscheinen die von Flotows in den Urkunden von Grüssow. Auch das Kloster Malchow behält etwas Land. Ab 1834 verwaltet Pastor Georg W. Albert Kollmann das Gut, als Erbteil seiner Frau. Er gibt es 1863 an seinen Schwager August von Flotow in Kogel ab.
Durch die Weltwirtschaftskrise sind auch die Güter der Familie von Flotow überschuldet. Teilweise werden ganze Dörfer an die Raiffeisengenossenschaften verkauft, 1932 auch Grüssow. Die vorhandenen Katen und Ställe wurden von den Siedlungsgesellschaften verkauft und von „Neubauern“ besiedelt.
Die neuen Siedler bauten mit großem Fleiß und trotz des sandigen Bodens stabile bäuerliche Betriebe auf. Dann kam der 2. Weltkrieg und danach die Zeit der DDR. Die Bauern brachten ihr Land, Tiere und Maschinen in die neu gegründeten LPGs ein, um gemeinsam zu wirtschaften. Dies geschah teilweise freiwillig und teilweise unter Druck der Kreisleitung der SED.

Die LPG Grüssow spezialisierte sich auf Saat-und Pflanzengutmehrung. 1972 entstand die KAP Penkow, der die Grüssower LPG zugeordnet wurde. 1979 entstanden aus der KAP die LPG (P) Penkow und LPG (T) Grüssow, wo die Tierproduktion im Vordergrund stand.
Nach der Zusammenführung der DDR und der BRD in 1989/90 wurden eine Agrargenossenschaft und im Laufe der 1990iger Jahre 4 weitere Landwirtschaftsbetriebe gegründet. Doch das Landleben hat sich im 21. Jahrhundert sehr verändert. Pferdefuhrwerke sind hochtechnisierten Landwirtschaftsmaschinen gewichen. Die Landwirtschaft benötigt nur 1/5 der Mitarbeiter im Vergleich zum 20. Jahrhundert und viele Landwirte arbeiten zusätzlich im Tourismus. M-V ist heute ein Tourismusland und wir freuen uns, Sie in unserem Ortsteil begrüßen zu dürfen.
Gutsanlage Grüssow 1888:
Links vom Gutshaus steht bis heute das ehemalige Inspektorenhaus. Nach 1935 wohnte hier der Dorflehrer.
Von den Stallungen und Scheunen stehen das große Fachwerkhaus rechts vom Gutshaus und gegenüberliegend das alte Fachwerkhaus noch heute.

Die beiden ca. 80 m langen Scheunen in der Rundung sowie der Stall gegenüber der Festwiese - prachtvolle, Reed gedeckte Fachwerkhäuser - stehen nicht mehr.
69
Einwohner (Stand 31.12.2023)
665 ha
Fläche (einschl. Neu-Grüssow)




